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The World of Ming Verzeichnis in Englisch

Die freche Hexe

In der Stadt gibt es nicht sehr viele Hexen. Weil die meisten Hexen lieber auf dem Land leben. Dort, wo sie sich im Schlamm wälzen, auf Bäume klettern und mit Schweinen herumtollen können. Aber eine gibt es in London. Sie liebt es, sich mit Auspuffgasen vollzudröhnen und sie ernährt sich von den Fish&Chips, die die anderen übriglassen. Ihr Name ist Esralda und sie ist eine typische Hexe. Typisch deshalb, weil sie einen spitzen schwarzen Hut trägt und auf einem Besenstiel reitet. Esralda ist für ihre Frechheit bekannt. Sie verursacht Verwirrung und Verwüstung, wo auch immer sie hingeht. Es bereitet ihr großes Vergnügen, anderer Leute Leben auf den Kopf zu stellen. Je doller, desto besser. Einmal hat sie etwas Schreckliches getan, das sie im Grunde für gut hielt. Sie fand ein altes verlassenes Lagerhaus. Sie verbrachte drei Tage damit, ein riesiges sechs Meter tiefes Loch zu graben, in das sie lange spitze Holzpfähle steckte. Dann brachte sie draußen ein Schild an, auf dem stand: "Heute großes Bohnenessen. Jede Bohne ist umsonst." "Ich werde mich jetzt hinter diesem Laternenpfahl hier verstecken und sehen, was passiert", sagte sie. "Zum Zeitvertreib werde ich pinkeln." Gesagt, getan. Sie mußte nicht lange warten, bis ihr Plan in Erfüllung ging. Zwei gut gekleidete Herren liefen an dem alten Lagerhaus vorbei.

"Sehen Sie sich das an", sagte der eine zum anderen. "Ein gratis Bohnenessen." "Ich liebe Bohnen. Ich kann unglaubliche Fürze damit lassen." "Ha ha ha, die würde ich gerne hören, Ehrwürden."

"Dann wollen wir in dies Haus bohniger Genüsse eintreten und schmausen." Die beiden Männer betraten das Lagerhaus. Einige Sekunden lang herrschte Stille. Dann ertönten zwei schreckliche Schreie, gefolgt von dem ekelerregenden Geräusch von Körpern, die von langen spitzen Holzpfählen durchbohrt werden.

"Hahaha. Mein Plan hat funktioniert", sagte Esralda, als sie hinter dem Laternenpfahl hervorkam. Sie schaute auf die leblosen Körper unten in der Grube. "Ha, das wird euch lehren, Elefanten zu töten."

Wenig später traf die Polizei ein. "Oh Sie sind's wieder Esralda" sagte Wachtmeister Klammergriff, "was haben Sie denn diesmal angestellt?"

"Sehen Sie's sich an", sagte sie und zeigte ihm die beiden Körper in dem Loch im Lagerhaus.

"Ooooh, gräßlich", sagte er. "Sie haben den Bürgermeister von London und seinen Sicherheitsbeamten umgebracht."

"Ich hielt sie für Elfenbeinjäger."

"Na, wie auch immer. Sie sind verhaftet wegen Mordes."

"Nein, bin ich nicht", sagte sie, stieg auf ihren Besenstiel und flog davon.

"Eines Tages werde ich Sie kriegen, Esralda. Sie können dem langen Arm des Gesetzes nicht entfliehen." Aber sie konnte. Die freche Hexe lebte fortan irgendwo unter der Erde oder hoch über den Dächern.

Sexton Ming

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