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The World of Ming

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Weymouth

»Du wirst haufenweise Würste in den Bergen finden«, sagte der Fahrkartenschaffner am Bahnhof in Weymouth.

Wißt ihr, Freunde, eigentlich sollte ich über London schreiben, London kann einen aber total fertigmachen, wenn man zu lange dort lebt. Für die Touristen geht das in Ordnung, aber da zu leben macht einen irre. Deshalb versuchen wir an allen Feiertagen, so schnell wie möglich rauszukommen und an die exotischsten Orte Britanniens zu gelangen. Diesmal sind meine Freundin und ich nach Weymouth an der Südküste gefahren. Haufenweise blaues Meer, gelber Sand und Berge.

»Sie werden haufenweise Würste in den Bergen finden«, sagte der Fahrkartenschaffner. »Wieso sagst du so was?« rief ich und haute ihm ein paar in die Fresse. Er krümmte sich und schnappte nach Luft. »Bitte bringen Sie mich nicht um«, sagte er. »Sollte ich aber«, brüllte ich. »Nein, halt. Ich weiß einen Berg, auf dem sie Bier verkaufen.« »Na, dann erzähl mal«, sagte ich, »aber schnell!« »O. k. Fahren Sie in das Stück Land, das man Portland nennt. Sie werden einen Berg dort finden. Wenn Sie da raufsteigen, werden Sie merken, daß da oben 20 Pubs sind. Aber passen Sie auf die spitzen Felsen unten auf. Das kann sehr gefährlich sein.«

Ohne einen Augenblick lang zu zögern, machten meine Freundin und ich uns auf in Richtung dieses Ortes, den sie Portland nennen, wo dieser Berg mit Bier sein sollte. Am Fuße des Berges stand ein Schild, auf dem stand: »Wenn Sie diesen felsigen Hügel erklimmen, werden Sie Bier bekommen. Pro Meile einen halben Liter.«

Wir kletterten noch eine Meile, noch immer kein Pub mit Bier. Nach sechs Meilen sahen wir ein kleines Schild an einem Bau, auf dem stand »Hahaha. Reingelegt. Es gibt kein Bier auf diesem Berg. Der Stadtrat von Weymouth«.

Wir waren sehr enttäuscht und wütend vor Wut. Die ganze Mühsal wegen eines Biers, und dann gab es keinen Tropfen. Unsere Kehlen waren trocken. Das einzige, was uns übrigblieb, war, auf dem Bergkamm weiterzulaufen, auf der anderen Seite runterzuklettern und zu hoffen, daß es dort einen Pub geben würde. Während wir liefen, kamen die ganze Zeit Regenwürmer aus der Erde und ärgerten uns. »Hahaha. Hättet ihr gerne ein bißchen Flüssigkeit? Wir haben genug« . Ja, die Sonne schien sehr heiß und knallte uns auf die Rüben. Plötzlich sahen wir einen Mann auf den spitzen Felsen weiter unten. Ganz ausgestreckt und verdreht. Er schrie um Hilfe. »Geht's Ihnen gut?« brüllten wir zu ihm runter. »Nein«, antwortete er voller Schmerzen. »Wir sind auf die Felsen geklettert und haben gehofft, einen Pub mit ein bißchen Bier zu finden. Dann hab' ich den Halt verloren und bin 3000 Meter weit runtergefallen und habe mir den Knöchel gebrochen. Können Sie die Küstenwache rufen, damit sie mich retten?« Zum Glück hatte meine Freundin ihr Handy dabei. Wir riefen die Küstenwache, und nach nur sechs Stunden hörten wir schon den großen Küstenwachenhubschrauber über unseren Köpfen. »Knatter, knatter, knatter«, machte die Luftmaschine. »O. k., du Arsch«, sagte der Pilot zum Kletterer unten. »Wir schicken einen unserer besten Rettungsleute mit einer Tragbahre. Sein Name ist Randos der Bulle. Er ist professionell ausgebildeter Bulle.«

Aus dem Flugzeug ließ sich Randos an einem Seil herunter auf den Felsen des Kletterers. Aber zu schnell. Randos fiel mit der Wampe zuerst auf den Mann. Es tat einen heftigen Schlag.

»Geht's dir gut?« fragte Randos den Mann.

»Naja, eigentlich habe ich mir nur den Knöchel gebrochen. Aber jetzt, wo du auf mich gefallen bist, hab' ich mir noch zwei Rippen gebrochen und die durchlöchern mir beide Lungen und ich kann nicht atmen.« »Lassen Sie mich Ihnen in den Mund scheißen«, sagte Rondos der Bulle. Plötzlich frotzelte der Hubschraubermotor und hustete.

»Randos«, schrie der Pilot: »Ihr beide seid zu fett und schwer. Das Seil, an dem ihr hängt, zieht den Hubschrauber runter. Wir werden auf den Felsen prallen. Aaaaaaaahhhhhhhh!«

Und so geschah es: Der Pilot und der Kletterer waren tot. Nicht aber Randos. Er machte einen kleinen Bogen um den ganzen Vorfall und rannte an der Seite des Hügels hoch zu uns. »Kommt mit«, sagte er, »ich kenne einen Ort, wo sie Bier verkaufen«.


Sexton Ming

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