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The World of Ming

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Suppenkind (Teil 5)

Pfarrer John hatte die Tochter des Alchemisten umgebracht und die Herrschaft im Dorf an sich gerissen. Er liebte es, seinen Mitmenschen Angst einzujagen. Jeden Sonntag las er eine seiner Predigten, damit sie sich scheiße fŸhlten.

"Heute, meine braven Bauern, werde ich euch von eurem Schicksal nach dem Tod erzählen. Wenn ihr sterbt, wo werdet ihr hinkommen? Die Antwort lautet: zu Gott. Gott empfängt uns alle. Er kann mit uns machen, was er will. Es hängt alles davon ab, wie ihr euch zu Lebzeiten verhalten habt. Wenn ihr ungezogen wart, dann will ich mir gar nicht erst vorstellen, was passiert. Wenn ihr demütig wart, die Kirche liebtet, alles was ihr besitzt, an sie gespendet habt, dann könnte es klargehen. Was ihr Trottel begreifen müßt, ist, daß ich, euer Pfarrer, die direkte Verbindung zu Gott bin. Wenn ihr mir zu essen, Geld, eure Töchter und Land gebt, dann werde ich dafür sorgen, daß sich Gott um euch kümmert. Fairer geht's nicht. Aber wenn ihr mich kritisiert, dann oh Schreck! Die Schrecken wollen wir uns mal genauer betrachten. Gott kann charmant sein. Aber er ist ein Arschgesicht, wenn er es mit Sündern zu tun bekommt. Er schnappt sie sich, entkleidet sie und holt seine verdörrten schwarzen Teufel, damit sie sie bis in alle Ewigkeit gehörig durchficken. Für euch, Mädels, mag das noch ganz nett klingen. Aber für euch Jungs ... Jungejunge. Denkt dran, Gott ist ein harter Hund, der nur ein bißchen weich wird, wenn's um Frömmigkeit geht. Also gebt mir die Macht, über euch zu herrschen, dann müßt ihr euch wegen diesem Zeug keine Sorgen machen. Und jetzt auf die Knie und beten bis es kracht!"

Nach diesem Gottesdienst rieb sich Pfarrer John die Hände und lächelte verwegen. Er zog sich in seine Privatgemächer zurück, wo ihn Grossit, sein treuer Kirchendiener mit Mildew, der Müllerstochter, erwartete. Wie verängstigt sie aussah. Ihr Vater hatte sie zu Pfarrer John zum Keuschheitstraining geschickt. Der Müller hatte unter Zwang gehandelt. Denn der verwegene Pfarrer hatte gedroht, seine Mühle und sein Heim zu beschlagnahmen und den bemitleidenswerten Mann und seine Familie in Armut zu stürzen. Pfarrer John gab Grossit ein Zeichen zu gehen. Dann atmete er über das vor Angst versteinerte Gesicht des Mädchens.

Sexton Ming

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