Ming erzählt

jungewelt


 

The World of Ming

Verzeichnis

in Englisch

Suppenkind Teil 2

Braken Hurter, die Tochter des Alchemisten, ging in den Wald und befreundete sich recht rasch mit einem sehr dunklen, gutaussehenden Zigeuner. Er gab ihr Suppe. Sie schenkte ihm schmackhaften Sex.

Jede Nacht saß er mit einem Glas Grog am Lagerfeuer unter den Bäumen und Blättern und wartete auf die Tochter des Alchemisten. Bald darauf hörte er sie durch den Wald rennen. Ihre weißen Knöchel blitzten zwischen Zweigen und Steinen auf. Sie wartete ungeduldig auf ihr Abendbrot. Mit verengten Augen und tappendem Fuß wartete sie auf ihre Schale mit stechend scharfer Brennesselsuppe. Nachdem sie sie getrunken hatte, machte sie mit dem Fremden wilde und brutale Liebe. Dann rannte sie nach Hause und schrie "Hurra, ich bin toll!" Nur, um am nächsten Tag für mehr Suppe und Sex zurückzukehren.

Die Uhr im Flur tickte jeden Abend, jede Sekunde. Braken Hurters Augen wanderten von der Haustür zum kleinen Zeiger der Uhr. Wenn er sich auf die Zehn zu bewegte und die Glocken läuteten, war sie wie der Blitz aus der Tür. Sie rannte, so schnell ihre Beine sie trugen, in den Wald. "Marathon rennen", dachte sie bei sich. Sie dachte noch mehr, während sie schnaufte. "Ich bekomme jede Menge Suppe von dem fahrenden Zigeuner. Es gibt keinen Zweifel, daß seine Großzügigkeit, was die Suppe betrifft, ehrlich ist. Aber mir wird langsam klar, daß seine sexuellen Leistungen nachlassen. Er hat einfach nicht den entscheidenden Schneid, um mich zu befriedigen. Egal. Ich werde ihn in Grund und Boden malmen und ihn stoßen, bis er Kopfschmerzen bekommt. Ich werde ihn fünf Minuten ausruhen lassen, bis er wieder zu Atem kommt, und dann geht’s wieder rund, hihihi. Ich bin eine hungrige Seele."

Als sie zum Lager des Zigeuners kam, trank sie rasch ihre Suppe, warf sich auf ihn und schrie "kleiner Ritt auf großem Schwanzpferd".

Drei Stunden lang machten sie im Mondlicht ganz schmutzige Liebe, bis der fahrende Zigeuner fix und fertig flach auf dem Rücken lag. Sie setzte sich auf seine Brust und drückte ihm ihre Knie in die Rippen.

Ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen, und sie sagte: "Dir gefällt es wirklich, stimmt’s?" Der Zigeuner konnte nur noch wimmern und wünschen, er hätte niemals extra viele Zwiebeln in ihre Suppe getan. Sie leckte sich die Lippen und fragte sich, ob noch Suppe in seinem Topf war.

"Morgen mache ich mich aus dem Staub", dachte der Zigeuner. Die Tochter des Alchemisten wischte sich die Tropfen vom Kinn. "Ok, Stoppelkinn", grunzte sie. "Bist du bereit für die nächste Runde?"

Der Zigeuner verdrehte die Augen. "Hast du kein Zuhause, wo du hingehen kannst?" fragte er müde.

Sie lachte nur und sagte "Hurra, ich bin toll. Jetzt aber hoch damit."


Sexton Ming

zurück zum Anfang