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The World of Ming Verzeichnis in Englisch

Die Fleischfabrik

An grauen, feuchten Vormittagen kriechen Horden von Transportern die Straße zur Fleischfabrik entlang. Sie sind voller gehirntoter Arbeiter, bereit, sich mit Fleischzerschneiden durchs Leben zu schlagen. Wenn sie das gefängnisartige Gebäude betreten, werden ihre Herzen schwer wie Kleber. »Warum muß ich an solch einem Gott verlassenen Ort für wenig oder gar kein Geld arbeiten?« ruft ein junger Sechzehnjähriger mutig aus.

»Sei still,« sagt die Betriebsführung. »Du bist Dreck. Du bist hier, um abgepacktes Essen herzustellen für andere, die ebenso Dreck sind wie du. Nur weil du deine Meinung geäußert hast, werden wir dich in die Bratensaucenabteilung versetzen, wo du zwischen riesigen Fässern mit Bratenfett und getrockneten Zwiebel schwitzen wirst. Dort wirst du herumwirbeln, bis du würgen mußt. Geh jetzt.« Toby, der Sechzehnjährige, geht widerwillig in den Bratensaucenraum. »Mein Gott, hier stinkt's. Und die Hitze ist unglaublich. Ich werde für ein bißchen Kühlung sorgen, indem ich in eines dieser riesigen Fässer pisse.« Das macht er, Wolken von gelbem Dunst steigen auf.

Währenddessen, in einem anderen Teil der Fabrik, schleppt ein Mann zwei Kadaver auf seinem Rücken. »Aus dem Weg«, schreit er. »Ich muß diese Teile erstklassigen Rindfleischs für die Wurstmaschine durch den Fleischwolf drehen«. Die Rinderteile verschwinden im Fleischwolf. Jemand schubst den Mann, und er fällt in den Fleischwolf hinein. »Aaaaaaaaarrrrrrggggghhhhhh«, macht er.

Jemand berichtet der Betriebsführung von diesem Vorfall. »Gut«, sagen sie. »Wir werden diese Sorte Würste ðRind- und Menschenschweinefleisch mit ZwiebelnĐ nennen. Und seiner Witwe schicken wir eine Portion Fleischbällchen.« Die Fließbänder ächzen und stöhnen unter dem Gewicht der Würste. Auf jeder Seite stehen Frauen, die sie aufsammeln und in Plastik packen. Eine Frau hält eine besonders lange Wurst empor. »Das sieht aus wie der Schwanz von meinem Mann«, lacht sie. »Ich werde mal dran lutschen.« Das macht sie und legt die Wurst wieder auf das Fließband zurück. »Ich bin Feministin«, sagt eine andere. »Und ich fühle mich in hohem Maße von diesem phallischen Fleisch belästigt. Es provoziert Vergewaltigungen.« »Dann geh in die Schwulenherstellung.« Währenddessen zählen sie im Büro der Betriebsführung das Geld. »Eine Million für uns. Zehn Pfund für jeden arschgesichtigen Arbeiter. Fleisch ist das Geschäft des reichen Mannes«, lachen sie. Aber ihr Lachen wird übertönt durch das ohrenbetäubende Krachen der zersplitternden Bürotür. Vor ihnen steht Randos der Bulle, Schutzheiliger aller Kühe und Schweine. »Randos der Bulle«, keucht die Geschäftsführung. »Was führt dich hierher?« »Ich komme, um meine Brüder und Schwestern zu rächen. Jene, die ihr aufgeschnitten und zerhackt habt, um beschissene Fleischwaren im Namen der Gier und des Geldes herzustellen«, knurrt er. »Bitte bestrafe uns nicht Randos«, fleht die Betriebsführung. »Ich muß.« Er setzt sich auf ihre Köpfe, zerquetscht sie und furzt. Nachdem er sie alle getötet hat, verteilt Randos das Geld an die armen Arbeiter. »Hurra Randos!« rufen sie. Und wieder geht ein Arbeitstag in der Fleischfabrik zu Ende.

Sexton Ming

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