Der Sommer in London. Wem ist London nicht scheißegal? Wem ist Amsterdam oder Berlin nicht scheißegal? Meine Geschichte handelt von zwei Liebenden an einem heißen Sommertag im Park. Sie kommen sich sehr nahe. Er hält sie ganz dicht bei sich, zieht sie an seinen Körper, legt den Arm um sie und flüstert ihr zärtlich ins Ohr: "Rindfleisch".
Sie haben sich ein Picknick mitgenommen. Verschiedene Sorten Käse. Geräuchert, mit Kräutern und Knoblauch. Ein Laib ganz besonderen Brotes und Bio-Joghurt. Sie kuscheln sich aneinander, während die Sonne am Horizont versinkt und der Mond aufsteigt.
Eine Spinne baut sich ein Netz in den Bäumen. "Ich muß das jetzt bis Sonnenuntergang fertig haben, damit ich ein paar Fliegen essen kann", sagt sie verzweifelt. "Ich wünschte, ich hätte ein Schinkensandwich oder eine Bratwurst."
Die beiden Liebenden sitzen auf dem Gras unter einem Baum, kuscheln und atmen. Sie sind verliebt. Jane, das Mädchen sieht zum Himmel hoch. Der frühe Abendmond ist rötlich.
"Ist das der Mond?" fragt sie ihren Geliebten.
Chet Ostrich, ihr Freund, steht auf und schreit ihr zu: "Keiner von uns könnte sich so hoch erheben. Es ist ein rosa Mond, ja es ist ein rosa Mond. Der rosa Mond ist unterwegs."
"Wirklich?" fragt Jane.
"Ja ist er", sagt Chet. Dann essen sie etwas Brot und Käse und spülen beides mit Diät-Cola herunter. Jane kuschelt sich an Chet. "Chet?" sagt sie. "Wie hast du's gerne? Wen willst du lieben? Für wen willst du tanzen? Für wen fröhlich sein? Wie hast du's gerne, wenn nicht so wie ich? Was hoffst du, wie kann es sein? Wie willst du dich entscheiden, wenn nicht für mich? Wie hast du's am liebsten?"
"So", sagt Chet und zieht den Reißverschluß seiner Hosen herunter und pißt über das Spinnennetz.
"Mein Gott. Ein Wirbelsturm", sagt die Spinne. Dann sagt Jane: "Als wir uns das erste Mal trafen, hat dir das gefallen?"
"Ach, Geliebte, ich verspreche alles, was dein Herze heischt, lasse Becher, Wirt und Zeche, wenn dein Wandervogel kreischt. Trag dich über hundert Berge bis an den Tyrrhener Strand, als ein sichrer Alpenzwerge nach der Römer blauem Land."
"Oh, Chet", sagte Jane, "du bist so klug. Aber ich entdecke Traurigkeit in deinen Augen. Verfluchst du deine Herkunft? Fluchst du in der Nacht? Würde es dir was bedeuten, wenn ich die Richtige bin für dich? Magst du, was du tust? Möchtest du mehr davon machen? Oder würdest du damit aufhören und dich fragen, wofür du es machst?"
Chet furzte dreimal, bevor er Jane küßte und ein weiteres Käsesandwich aß. Dann zog er alle seine Kleider aus, baute seine Liebe auf und fickte Jane an einem Sommertag in einem Park in London mit den folgenden Worten:
"Ich habe niemals einen Zauber erlebt, der so verrückt war wie dieser. Ich habe niemals gesehen, wie Monde das Meer verlassen. Ich habe niemals Gefühle in der Hand gehalten. Ich spürte süße Winde und das Gespräch der Bäume. Aber jetzt bist du da. Erleuchte meinen sturmumtosten Horizont."
Und Chet und Jane lebten und lebten und lebten immer weiter.
Übersetzung: Conny Lösch