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The World of Ming

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Frittierter Haggis

Gestern oder vorgestern habe ich einen Ausflug nach Edinburgh in Schottland gemacht, um mir das Festival dort anzusehen. Es gab eine Menge Kunst und Schauspieler und Theaterstücke. Zum Beispiel "Killy Cat", die Katze, die Charles Manson ins Gefängnis brachte, mit Fickfresse O'Neil in der Hauptrolle. Oder "Das lesbische Leben von Virginia Woolf® mit Emma Thomson als Virginias Schlüpfer.

Gleich als ich aus dem Zug stieg, holte mich ein älterer Schotte in einem Kilt ab, der eine Dose mit Spezialbräu in der Hand hielt und kotzte.

"Ey, du Arsch", sagte er. "Bist du das Weichei aus dem Süden? Haste ma zehn Pence für 'ne Tasse Tee, wenn nicht schlag ich dir den Schädel ein."

Ich gab ihm zehn Pence, trat ihm in die Eier und nahm ihm die zehn Pence wieder ab. Sein Name war John, und er trank gerne und spielte gern mit Hunden.

"Hallo, wie?" sagte er.

"Hi John."

"Es ist sieben Uhr abends. Das heißt, wir haben jetzt Zeit, was zu essen und zu saufen, dann können wir uns vielleicht ein kunstiges Stück ansehen, aber vielleicht auch nicht. Die sind sowieso alle scheiße und voller Schwuchteln. Komm, ich zeig dir einen Fish&Chips-Imbiß, da essen wir einen Haggis-Teller." Ich habe in meinem Leben viele Dinge gegessen, zum Beispiel Hamburger, Kebabs, Philadelphia-Käse-Steak und Bratwurst, aber noch nie einen Haggis. Ich war aufgeregt. Wir gingen in einen Fisch& Chips-Imbiá, der "Stinke-Snack" hieß. Drinnen tropfte Fett von den Wänden. Es roch wie ein Russischer Soldat in den Achselhöhlen. Der Mann hinter dem Tresen schwitzte, während er rohe Nieren aß.

"Hoots mon", sagte er, was Schottisch ist für Hallo. "Was wollt ihr denn essen, ihr Arschlöcher?"

"Wir hätten gerne zwei Haggis-Teller mit Fritten", sagte John. Der Koch holte zwei Klumpen gehacktes Fleisch in einer dünnen Haut hervor, wälzte sie in Panade und frittierte sie.

"Aus was wird Haggis gemacht?" fragte ich.

"Oh, du Ferkel", sagte der Koch. "Da ist der ganze Kram drin, den niemand essen will. So was wie Innereien, Vorhäute und Hoden, von Schweinen, Kühen oder Pferden. Alles vermischt mit speziellen Kräutern und Urin. Eine köstliche Köstlichkeit für uns schottische Arschgeigen."

John und ich aßen unsere fettigen Haggis-Teller mit Genuß. Es fühlte sich gut an wie die öligen zermatschten Eingeweide in unsere Eingeweide rutschten. Dann war es Zeit, ins Pub zu gehen. Wir gingen die Straáe runter. Wir kamen an einem silbern angemalten Performance-Künstler aus Amsterdam vorbei, dem ein Einheimischer eine Bierflasche ins Gesicht schlug.

"Nimm das, du warmer Toryschiß", sagte der Schotte.

"Da sind wir", sagte John drauáen vor einem Pub, das "Hammelkeule" hieß.

"Heute abend ist Quiz-Abend. Du kannst einen Dudelsack und hundert Pfund gewinnen. Laß uns reingehen und fünfzehn halbe Liter Bier trinken."

Wir gingen hinein und bestellten ein paar Bier und setzten uns gerade rechtzeitig, um den Anfang des Quiz mitzubekommen. Der Quizmaster hieß Brian McDurstig. Er fing mit dem Quiz an.

"Hallo alle zusammen, seid ihr bereit für den Quiz heute abend? Gut, hier kommt die erste Frage. Schreibt die Antwort auf eure Zettel. Wer ist berühmt? Zweite Frage. Wie heißt der Planet Erde? Wer in diesem Raum ist schwul?" Das ging eine viertel Stunde so weiter, bis alle Fragen vorgelesen waren. Dann gab jeder seinen Zettel bei McDurstig ab.

"Aaah", sagte er. "Sieht so aus, als hätten wir zwei Sieger. Maggie und Tim. Um zu entscheiden, wer der endgültige Sieger ist, werden mir Maggie und Tim ihre Fäuste in den Arsch rammen. Derjenige, der sie mir am härtesten reinrammt wird der Sieger sein."

Maggie und Tim zogen gelbe Gummihandschuhe über und machten sich daran, McDurstig ihre Fäuste in den Arsch zu schieben. Es gefiel ihm sehr gut. Maggie gewann wegen ihrer langen Fingernägel. Sie erhielt einen Dudelsack und hundert Pfund. Dann trank jeder noch 15 halbe Liter Bier und torkelte nach Hause. Was für ein schöner Abend auf dem Edinburgh-Festival.

Übersetzung: Conny Lösch


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