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Asphalt-Arnie
In der Stadt gibt es einen Mann, der die Straßen und Autobahnen instandhält. Arnie ist sein Name. Er ist 45, hat graue Haare und Muskeln, die ständig schwitzen. Er ist stark und zäh und riecht nach flüssigem Teer. Er ernährt sich von gekochten Eiern, die er zwischen den Arschbacken aufpellt.
Arnie hat einen Freund. Ein berühmter Universitätsgelehrter aus Cambridge. Er ist sehr bewandert in allen philosophischen, politischen und ökonomischen Angelegenheiten. Ein gescheiter Mann mit peinlich korrekten Manieren. Aber manchmal hat er's gerne hart und herzlich. Hier kommt Arnie ins Spiel. In einsamen Nächten verlangt es den Gelehrten nach Schweiß. Und Arnie ist ihm gerne gefällig.
Erst schmiert er ihn hoch und dann ölt er ihn runter. Der Gelehrte bückt und breitet sich aus. Arnie schiebt einige getrocknete Tomaten rein, gefolgt von Erdnüssen, Weintrauben und hauchdünnen Scheiben Honigkrustenschinken. Dann stopft Arnie den Gelehrten in den Zementmischer und schüttelt ihn gut durch. Danach saugt Arnie alles wieder raus, legt es sich auf einer Scheibe Toast zurecht und ißt es auf. Nur so kommt der Gelehrte auf seine Kosten.
Nach diesen kleinen Spielereien setzen sie sich beisammen zu gerösteten Muffins und Weißwein. Dann macht sich Arnie wieder daran, die Straße zu asphaltieren. Die beiden leben harmonisch miteinander. Aber manchmal gehen sie getrennte Wege und halten nach anderen Vergnügungen Ausschau.
Arnie macht es sich gemütlich auf der Schnellstraße. In der Sonne eines Sommermorgens, mitten im Berufsverkehr, füllt er die Straße mit Teer auf. Heimlich sieht er den jungen Frauen auf ihren Wegen in die Büros nach. Er mag ihre kurzen Röcke und engen Blusen. In Gedanken zieht er sie aus und mit sexistischer Begeisterung stellt er sich vor, wie er Hamburger von ihren Brüsten ißt. Er pfeift diesen Frauen hinterher, versucht ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. »Hey Baby, setz dich auf mein Gesicht«, ruft er. Er zeigt ihnen den Riß in seiner Jeans. Arnie hat viel Spaß dabei, diesen Frauen den letzten Nerv zu rauben. Nur wenn er unbeachtet bleibt, wird er dunkellila im Gesicht. Er entblößt seine Brust, die voll ist mit eintätowierten Rosen und Totenschädeln. Er brüllt: »Hey Kleine, sieh dir meine Muskeln an.« Er reißt sein Hemd auf, entblößt seine haarige Brust und furzt in den Wind.
Der Universitätsgelehrte aus Cambridge hat Vergnügen an gewissen Spielchen. Frauen von schlechtem Ruf leiten ihn zu diesen Spielchen an. Für fünfzig Pfund bekommt er Babyöl und Talkumpuder und ein Schlabberlätzchen umgeschnallt. Er wird gezwungen zu sabbern und ins Bett zu machen. Dann geht er befriedigt nach Hause und wartet auf Arnie. Sie leben sehr harmonisch miteinander.
Sexton Ming
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